Die Frankfurter Buchmesse 2017

Ein paar Fakten und mein ganz persönlicher Messebericht


Gestern, am 15.10.2017, schloss die Buchmesse in Frankfurt ihre Pforten. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Veranstalter ein Besucherplus von etwa 6,5 Prozent verzeichnen. Insgesamt haben 7.300 Aussteller aus 102 verschiedenen Ländern die Möglichkeit genutzt, die Literatur den Fachbesuchern und Lesern näher zu bringen. 286.425 Besucher sprechen eine recht deutliche Sprache.


Ich persönlich hatte das Gefühl, dass sich alle am Samstag in Frankfurt verabredet hatten. Ab der Mittagszeit waren die Gänge in den Hallen so voll, dass man kaum noch eine Chance hatte, eigene Wege zu gehen. Frankreich, Gastland der diesjährigen Buchmesse, hat am Schlusstag symbolisch die GastRolle an Georgien übergeben, das sich und seine Literatur im nächsten Jahr in Frankfurt präsentieren wird.


Insgesamt gab es auf dem Messegelände und in der Stadt mehr als 4.000 Veranstaltungen, an denen zahlreiche weltbekannte Autoren beteiligt waren. Nicht ganz ohne Stolz möchte ich an dieser Stelle das Engagement der Brighton Verlags GmbH aus Framersheim erwähnen, die ihren Autorinnen und Autoren – und damit auch mir – die Möglichkeit geschaffen hat, uns und unsere Bücher in Frankfurt zu präsentieren. Das passierte nicht nur am Messestand in Halle 3.1, sondern auch im Innenhof der Buchmesse im Signier- und Lesezelt.

Während die erste Vierergruppe des Verlags, zu der auch ich gehörte, noch ohne Mikrofon gegen die Umgebungsgeräusche ankämpfen musste, gelang es später doch noch, Mikro und Lautsprecher zu organisieren.


Hier muss man schon der Messeleitung ein Armutszeugnis ausstellen. Wenn ein Verlag Lesezeiten für seine Autoren bucht, gehört in das Zelt selbstverständlich eine Mikrofonanlage mit Lautsprecher. Dass man, wie die Messeleitung auf Befragen mitteilte, danach extra fragen müsste, war mir persönlich ziemlich unverständlich. Schließlich kassiert man nicht gerade wenig Geld von den Verlagen, die ihren Autoren dort Präsentationsmöglichkeiten bieten wollen.


Ein großes Lob möchte ich den Sicherheitskräften auf der Frankfurter Buchmesse aussprechen. Angefangen von den Taschenkontrollen bis hin zur Polizeipräsenz drinnen und draußen hatte man zu jeder Zeit ein großes Gefühl von Sicherheit. Dass es trotzdem tatsächlich zu tätlichen Auseinandersetzungen und Sachbeschädigungen in einzelnen Messehallen gekommen ist, hat außer den direkt Beteiligten vermutlich niemand registriert. Sirenen sind nichts Ungewöhnliches bei einer Großveranstaltung und werden von den Besuchern kaum zur Kenntnis genommen. Was sich dahinter verbarg, nämlich politische Auseinandersetzungen und – im Fall des Sängers Roberto Blanco – familiäre Streitigkeiten, hat man erst später durch die Presse erfahren.


Eines möchte ich dazu noch sagen: Unabhängig davon, welche politische Meinung ein Mensch vertritt, gehört Toleranz gegenüber Andersdenkenden für mich zu einer Demokratie dazu. Eine Buchmesse dient in allererster Linie dazu, die kulturelle Vielfalt der literarischen Welt zu dokumentieren. Dies zum Anlass zu nehmen, Messestände zu demolieren und Verlage und Verlagsmitarbeiter anzugreifen, halte ich schlichtweg für ein Verbrechen, das geahndet werden muss. Jeder Messebesucher hat die Freiheit, sich auszusuchen, was er in Frankfurt sehen möchte. Wäre es da nicht der bessere – und friedlichere – Weg, einfach vorbeizugehen und Dinge nicht nur Kenntnis zu nehmen, die man dort nicht sehen möchte? Oder ist es vielleicht auch eine Gelegenheit, sind zusätzliche Informationen zu verschaffen, die es möglich machen, gewissen Strömungen mit dem notwendigen Hintergrundwissen in der Öffentlichkeit entgegenzuwirken? Gewalt ist für mich jedenfalls keine Lösung und hat auf einer solchen Veranstaltung auch definitiv nichts zu suchen.


Die offizielle Stellungnahme der Messeleitung finde ich persönlich goldrichtig. Sie lautet:

„Auf der Frankfurter Buchmesse kommen an fünf Tagen mehr als 280.000 Besucherinnen und Besucher aus über 150 Ländern zusammen. Sie ist ein Ort, der von einer enormen Vielfalt an Meinungen lebt. Wir lehnen die politische Haltung und verlegerischen Aktivitäten der Neuen Rechten entschieden ab. Dennoch sind wir als Veranstalter der größten internationalen Messe für Bücher und Medien dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung verpflichtet. Konflikte bleiben hier nicht aus. In diesem Jahr wurden wir Zeugen von Handgreiflichkeiten, die von der Polizei aufgelöst wurden. Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung verurteilen wir aufs Schärfste.“


Ich bin in diesem Jahr am ersten Publikumstag nach Frankfurt gefahren. Bisher war ich immer freitags dort. Fachbesuchertage sind wesentlich angenehmer, weil es einfach nicht so voll ist. Natürlich muss man freitags auf die vielen bunten Kostüme verzichten, die am Wochenende überall zu bewundern sind. Dafür kann man aber auch relativ ungehindert an jeden Messestand gelangen, der einen interessiert.

Das Schöne an diesem Samstag war, dass viele Mitglieder des Brighton-Teams anwesend waren. Ich habe alte Bekannte wieder getroffen und neue Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Immer wieder stelle ich bei solchen Gelegenheiten fest, dass wir eigentlich wie eine große Familie sind. Dazu trägt natürlich die Herzlichkeit der Verlegerin und der Verlagsmitarbeiter, die uns in Frankfurt wieder perfekt unterstützt haben, erheblich bei. Das strahlend-schöne Herbstwetter mit azurblauem Himmel, viel Sonne und Temperaturen über 20 Grad sorgte ebenfalls für richtig gute Laune.

Der etwas unangenehme Nebeneffekt: Wenn es draußen warm ist, ist die Luft in den Hallen immer schlecht. Bis heute hat es dort offensichtlich noch niemand geschafft, für eine gut funktionierende Belüftung zu sorgen. Das ist zum Beispiel in Leipzig ganz anders. Aber natürlich sind die Messehallen in Leipzig auch wesentlich moderner.


Mein Fazit: Die Anreise nach Frankfurt war stressig wie in jedem Jahr. Unzählige Baustellen und viel Nebel machten die Fahrt nicht gerade angenehm. Auf der Rückfahrt am frühen Nachmittag war es deutlich besser. Es ist anstrengend, für nur einen Tag nach Frankfurt zu fahren. 500 Kilometer auf der Autobahn, eine Lesung, ein bisschen Unterstützung am Messestand und der Rundgang durch die Messehallen fordern so ihren Tribut. Man wird ja schließlich nicht jünger. Ich stelle erste Überlegungen an, ob ich im nächsten Jahr vielleicht über Nacht bleibe und das Ganze ein wenig entzerre. Das hätte den angenehmen Nebeneffekt, dass man sich nach der Messe noch mit ein paar Kollegen zum Essen oder auf ein Glas Wein treffen könnte. Mal sehen.

Für dieses Jahr ist die Frankfurter Buchmesse erst einmal vorbei. Neue Events stehen an. Allen voran die Halloween Nibelungen-Buchmesse des Brighton Verlags in Framersheim am letzten Oktoberwochenende. Für mich ist es die dritte Verlagsmesse, an der ich teilnehmen darf und ich bin sicher, wir werden wieder ungeheuer viel Spaß haben.

Eine kleine Bildergalerie aus Frankfurt zum Schluss meines Messeberichtes bietet hoffentlich auch einen optischen Eindruck von der Vielfalt, die eine große Buchmesse zu bieten hat.

Buchmesse 2017 in Frankfurt





 


Leipziger Buchmesse 2017 - meine ganz privaten Eindrücke


Mein erster Weg führte mich natürlich zum Stand des Traumfänger Verlags. Ich hatte Verlagschefin Kerstin Groeper bereits im Vorfeld meine Unterstützung am Stand zugesagt. Sie war den ganzen Freitagvormittag damit beschäftigt, sich um Schulkinder zu kümmern, die an einer Thementour über die Messe teilgenommen haben. Beim Traumfänger Verlag gab es Informationen zu den Ureinwohnern Amerikas. Kerstin Groeper saß auf dem Boden inmitten der interessierten Schüler und erzählte anschaulich und teilweise in Originalsprache der Lakota-Indianer Geschichten, die sie mit anschaulichen Gebärden unterstützte. Die Schüler durften indianische Spiele ausprobieren und jeder Teilnehmer bekam am Ende ein Buch aus dem Traumfänger Verlag geschenkt.



Wieder einmal war ich sehr erstaunt und gleichzeitig sehr glücklich darüber, wie viele junge Menschen unter den Besuchern zu finden waren. Lesen ist also Gott sei Dank noch immer nicht aus der Mode gekommen. Obwohl der Hype um elektronische Medien ungebrochen scheint, sind herkömmliche Bücher immer noch ein großer Anziehungspunkt. Das zeigt auch die Tatsache, dass der Buchhandel in Deutschland im vergangenen Jahr sein Ergebnis um knapp ein Prozent erhöhen konnte. Insgesamt sind etwa 9,2 Milliarden Euro in Bücher umgesetzt worden. Als Autorin hoffe ich natürlich, dass sich dieser Trend fortsetzt und noch steigert.

Nachmittags konnte ich mich dann selbst auf einen Rundgang begeben und habe manch kurioses Ausstellungsstück gesehen. Da gab es zum Beispiel einen Porsche, aus dessen Kofferraum heraus Kaffee verkauft wurde oder einen Stand mit Spielwaren, der das Motto „Denken gefährdet die Dummheit“ für seine Strategiespiele ausgewählt hatte.

 

 

 

 









Beeindruckend waren, wie immer in Leipzig, die Menschen, die in Manga-Kostümen die Hallen und den Außenbereich bevölkerten. Dabei sind es nicht nur Kinder und Jugendliche, die mit viel Aufwand teilweise sehr fantasievolle Kostüme und sogar bewegliche Figuren gestalten. Sie verleihen der Leipziger Buchmesse ein ganz besonderes Flair und sind immer wieder optische Highlights, drinnen wie draußen.




Nach den aktuellen Vorkommnissen in London waren die Sicherheitsvorkehrungen natürlich deutlich strenger als in den Vorjahren. Jeder Besucher musste sein Gepäck kontrollieren lassen. Die Sicherheitskräfte haben das sehr professionell und mit guter Laune erledigt, sodass alles relativ schnell abgewickelt war. Ein Kompliment möchte ich an dieser Stelle der Messeleitung und dem Sicherheitspersonal machen, die für einen reibungslosen und stressfreien Ablauf beim Betreten der Messehallen gesorgt haben.

 

 

 

 



Am Nachmittag habe ich Anke und Wolfgang Brand vom Magazin www.geisterspiegel.de am Stand der Romantruhe besucht. Diese Treffen sind schon seit Jahren auf jeder Buchmesse ein „Muss“ und eine liebe Gewohnheit geworden. Wolfgang Brand hatte sich in diesem Jahr etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Passend zum Namen des Verlags, in dem Ankes „Dark“-Anthologien erscheinen, hatte er eine alte Schatztruhe aufgestellt. Zu jeder vollen Stunde suchte er sich wahllos auf dem Gang einen Besucher aus, der mit einem Schlüssel diese Truhe öffnen durfte und dort ein hübsches Geschenk in Form von CDs oder Büchern vorfand.


Es waren auch „mörderische Schwestern“ unterwegs auf der Buchmesse. Persönlich getroffen habe ich Renate Folkers, die zufällig am Stand der Romantruhe vorbeischlenderte, als ich dort mit Anke und Wolfgang Brand sprach.


Gegen Abend bin ich dann noch einmal zurückgekehrt an den Stand des Traumfänger Verlags. Dieser war den ganzen Tag über gut besucht und es sind auch viele Bücher gekauft worden. Anders als zum Beispiel in Frankfurt, wo der Buchverkauf nur am Sonntag erlaubt ist, dürfen die Besucher in Leipzig bereits ab dem ersten Tag ihren Lesestoff gleich vor Ort am Stand kaufen und mit nach Hause nehmen.


Die Angebote an Ruhezonen und Leseinseln wurden von den Besuchern der Buchmesse sehr gut angenommen. Darüber hinaus gab es eine Reihe von Workshops und Angeboten für Kinder. An einem Stand entdeckten wir sogar eine alte Maschine zum Herstellen von Matritzen. So etwas kenne ich noch aus meiner Schulzeit, aber für die Kids von heute war das ein echtes Museumsstück.





Mein Fazit zur diesjährigen Buchmesse:

Es war bunt wie immer, abwechslungsreich und interessant. Einen Besuch auf der Leipziger Buchmesse kann ich jedem, der sich für Bücher interessiert, nur empfehlen. Im nächsten Jahr wird sie wieder früher stattfinden, und zwar vom 15. Bis 18. März 2018. Ich werde ganz sicher dabei sein.





Leipziger Buchmesse 2017 - Daten und Fakten


Die diesjährige Leipziger Buchmesse endet mit einem Rekord. Die Steigerung der Besucherzahlen um 25.000 auf mehr als 285.000 zeigt, dass die Faszination Buch ungebrochen ist. Nach Angaben der Leipziger Messe nahmen in diesem Jahr 2.493 Aussteller aus 43 verschiedenen Ländern an diesem Fest der Literatur, bestehend aus Buchmesse, Antiquariatsmesseund der vierten Manga-Comic-Con teil.





Nicht mehr wegzudenken ist das Festival „Leipzig liest“, bei dem Verlage und Autoren Neuerscheinungen mit Lesungen an den unterschiedlichsten Orten auf der Messe und in der Stadt präsentieren. Insgesamt gab es 3.400 Veranstaltungen, bei denen die Besucher Literatur hautnah erleben konnten.


Die Leipziger Buchmesse ist gleichzeitig eine Fach- und eine Publikumsmesse, die Impulse setzen will bei der Literaturvermittlung zwischen Autoren, Verlegern, Buchhändlern und nicht zuletzt Bloggern und Lesern. Dabei zeigt sich, dass die Buchmesse politischer geworden ist. Die Neuerscheinungen zu Themen wie Meinungsfreiheit oder Toleranz waren Grundlage für zahlreiche Debatten und Diskussionen. Gleichzeitig versucht die Branche, ein deutliches Signal an die Politiker in Deutschland zu geben, dass bei den geplanten Änderungen der Gesetze in den Bereichen Wissenschaft und Bildung sowohl die Publikationsfreiheit als auch das Urheberrecht deutlich gestärkt werden müssen.

Auch Europa war ein Thema auf der diesjährigen Buchmesse in Leipzig. Die Robert Bosch Stiftung hat gemeinsam mit der Messe mit dem Pogrammschwerpunkt Europa21 die Menschen zu einem Gedankenaustausch aufgefordert. Die insgesamt sechs Debatten waren jeweils von hunderten von Menschen umlagert. Daraus ist ersichtlich, dass es nicht nur Kritik, sondern auch Begeisterung für ein geeintes Europa gibt. Das hat auch schon die feierliche Eröffnungszeremonie im Gewandhaus in Leipzig gezeigt, wo die Festredner zu einem Eintreten für die europäischen Werte aufgefordert haben.

 

 

 

 



Das diesjährige Partnerland der Leipziger Buchmesse, der baltische Staat Litauen, ist mit dem Messeverlauf sehr zufrieden. Es gab viel Interesse an der Länderpräsentation auf dem Messegelände und in der Stadt selbst. Insgesamt haben die Litauer 60 Veranstaltungen auf die Beine gestellt, um ihre Kulturlandschaft und die politische Entwicklung im Baltikum vorzustellen.


Höhepunkt der Leipziger Buchmesse war auch in diesem Jahr die Verleihung des Preises der LBM. 2017 erhielten Natascha Wodin, Barbara Stollberg-Rilinger und Eva Lüdi Kong die begehrte Auszeichnung für ihre Werke aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung in der Glashalle der Messe überreicht. Die Preisträgerinnen hatten sich dabei gegen weit über 300 andere Bewerber durchgesetzt.


Die Manga-Comic-Con wurde in diesem Jahr allein von mehr als 100.000 teilweise fantasievoll kostümierten Gästen besucht. Es gab Fachveranstaltungen, Signierstunden und spannende Serien im extra dafür eingerichteten Anime-Kino. Überall auf dem Messegelände begegneten dem Besucher die Freunde der Manga Comics und ließen sich auch bereitwillig und gern fotografieren. Selbst, wer mit diesem Genre nicht vertraut ist, muss die kostümierten Gäste als farbenfrohe Bereicherung der Leipziger Buchmesse einfach gern haben.

 

 

 

 

Leipziger Buchmesse 2017




 


Buchmesse Frankfurt 2016

 

Noch läuft sie, die Frankfurter Buchmesse 2016. Aber ich war gestern dort und möchte gern ein paar meiner Eindrücke wiedergeben. Ich bin immer ganz bewusst am zweiten Fachbesuchertag in Frankfurt, denn ab heute ist die Buchmesse auch für das Publikum geöffnet. Es wird voll werden, richtig voll.


Schon die ersten zwei Tage sind nach Auskunft des Veranstalters sehr gut gelaufen. Die Aussteller sind hoch zufrieden gewesen und die Mitarbeiter der Verlage waren terminlich gut ausgebucht. Zahlreiche Autoren haben als Fachbesucher ebenfalls bereits den Weg nach Frankfurt gefunden.


Der Trend zum Self Publishing scheint sich weiter durchzusetzen. In Halle 3.0 waren viele solcher Verlage vertreten. Sogar bei Tolino, den ich eigentlich nur als e-book-Reader kenne, kann man jetzt selbst ebooks veröffentlichen. Mir erschließt sich dieser Teil des Verlagswesens allerdings noch nicht so ganz. Self Publishing heißt doch im eigentlichen Sinn, ich veröffentliche selbst. Wenn ich dazu als Autor auch wieder einen Verlag benötige, muss ich doch genauso nach einem guten Verlag suchen, als ob ich mein Manuskript irgendwo einsenden will. Vielleicht verstehe ich das aber auch nicht richtig und diese Verlage sind im eigentlichen Sinn Plattformen zum Hochladen eigener Bücher. Wie auch immer, ich bin als Autorin ja nun einmal den anderen Weg gegangen. Er war steinig, zugegeben, aber letztendlich bin ich mit dem, was ich bisher erreicht habe, sehr zufrieden.


In diesem Jahr gastierte auch die Initiative StadtLesen auf der Frankfurter Buchmesse. Hier fand auf dem Agora-Freigelände die Abschlussveranstaltung statt. Da der Brighton Verlag diese Initiative unterstützt, bekam ich am Freitag, 21.10., die Gelegenheit, dort aus meinem neuen Krimi, Werne Krimireihe 9, „der kerzenkreis“ vor einem durchaus sehr interessierten Publikum zu lesen. 


 

 

 

 




Danach ergaben sich noch einige nette Gespräche mit Zuhörern und Autorenkollegen.

Wie jedes Jahr auf den Buchmessen, die ich besuche, traf ich auch in diesem Jahr wieder Wolfgang Brandt vom Geisterspiegel. Er begleitet meine Autorenkarriere im Grunde von Anfang an und hat auch meine Erstlingswerke damals lektoriert und rezensiert. Bei einer Tasse Kaffee in einem der zahlreichen Messecafés hatten wir ausreichen Zeit, über viele Dinge zu plaudern. So ein Gespräch mit Wolfgang ist immer wieder erfrischend und sehr interessant, was News aus der Szene anbelangt. Er hat mich dann auch noch am Stand des Brighton Verlags besucht.

 

 

 

 





Der Brighton Verlag, in dem ein Großteil meiner Bücher erscheint, war wieder am Gemeinschaftsstand der Kleinverlage in Halle 3.1, Stand J19, vertreten. Die Bücher sind stimmungsvoll arrangiert und jede Menge Messeflyer warten an den Publikumstagen darauf, verteilt zu werden.


 

 

Ebenfalls in diesem Jahr in Frankfurt am Gemeinschaftsstand der Kleinverlage präsentiert sich der Traumfänger Verlag. Hier erschien 2013 mein unter dem Pseudonym Ronda Baker-Summer erschienener Ethno-Thriller „Der Fluch von Fort Henry“. Für alle, die schon ziemlich lange darauf warten, sei an dieser Stelle gesagt, dass es eine Fortsetzung geben wird. Ich habe von Verlagschefin und Autorin Kerstin Groeper die Zusage, dass sie das Buch herausbringen wird, sobald es fertig ist. Mit etwas Glück klappt das zur Leipziger Buchmesse 2017.


 

 

 

 



Großen Raum am Stand des Traumfänger Verlags nimmt auch in diesem Jahr wieder das soziale Engagement für die Ureinwohner Nordamerikas an, dem sich Kerstin Groeper mit beispielhaftem Einsatz widmet. Im Traumfänger Verlag erschien im März 2016 das Buch „Ein Leben für die Freiheit – Leonard Peltier und der indianische Widerstand“. Diesem indianischen Menschenrechtsaktivisten, der seit über 40 Jahren in Haft ist, werde ich in den nächsten Tagen einen eigenen Artikel widmen.

        

Nach der Messe ist vor der Messe – am kommenden Wochenende bin ich als Ausstellerin, aber natürlich auch als Berichterstatterin für booknews auf der Halloween-Nibelungen Buchmesse in Worms Rheindürkheim zu finden. Geöffnet ist die Ausstellung für alle Besucher am 29.10. von 14 bis 21 Uhr, der Eintritt ist frei. 




Alles neu macht der Mai


Zugegeben, es war ziemlich ruhig bei booknews in den letzten Wochen. Aber heute habe ich mir die Zeit genommen, ein paar neue Beiträge zu veröffentlichen. Leider war ich in diesem Jahr nicht auf der Leipziger Buchmesse, deshalb an dieser Stelle auch keine Fotos davon.


Aber es tut sich was im Bereich der Literatur. Derzeit läuft die Initiative StadtLesen, die im Monat Mai auch nach Hamm auf den Platz der deutschen Einheit kommt, und zwar vom 19. bis 22. Mai 2016. Viele Verlage sind anwesend und präsentieren ihre Bücher. Wer vorbeikommt, darf kostenlos lesen. Für gemütliche Sitzgelegenheiten ist gesorgt.


Ich werde am Samstag, den 21.5.2016, nachmittags dort sein, denn der Brighton Verlag, in dem meine Werne-Krimireihe erscheint, ist dort ebenfalls vertreten.


Wer also Lust aufs Lesen oder auf Gespräche mit Autoren hat, sollte sich die Termine vormerken. Eine Liste mit Veranstaltungsorten gibt es auf 

http://www.stadtlesen.com/


Die Buchmesse 2015 in Frankfurt


 


 

 

Als Herausgeberin des Online-Literaturmagazins booknews war ich natürlich auch in diesem Jahr auf der Frankfurter Buchmesse. Dieser Besuchwar nicht ganz uneigennützig, denn auch meine Bücher, die im Jahr 2015 neu imBrighton Verlag erschienen sind, sind natürlich auf der Messe vertreten.

 


 


 


 


 


 


 

Aber berichten wir der Reihe nach. Mein erster Weg führte mich zum Stand von „Wir machen Druck“ in Halle 3.0. Im März habe ich in Leipzig auf der Buchmesse von Herrn Zöllner meine Belegexemplare der Anthologie „Angst“ erhalten, an der ich beteiligt bin. Das Gespräch mit Herrn Zöllner war sehr nett. Allerdings habe ich jetzt ein Problem. Er hat mich aufgefordert, mich auch an der aktuellen Ausschreibung zu beteiligen. Dieses Mal sucht die Online-Druckerei Kurzgeschichten aus dem Bereich Science Fiction. Das ist ja nun so überhaupt nicht mein Genre. Allerdings reizt es mich schon, das mal auszuprobieren. Schließlich hätte ich auch nie gedacht, dass ich eine Dark Horror Geschichte schreiben könnte und habe es mit meinem Beitrag „Spiegelkinder“ in die Anthologie des Geisterspiegels geschafft.

 

Damit wären wir gleich bei meinem nächsten Programmpunkt.Ich habe mich mit Anke und Wolfgang Brandt vom Geisterspiegel getroffen. Wir kennen uns nun schon seit vielen Jahren und Wolfgang Brandt hat meine Anfänge als Autorin mit vielen wertvollen Tipps und Hinweisen begleitet. Es sind auch schon ein paar Beiträge von mir auf www.geisterspiegel.de veröffentlicht worden. Bei einer Tasse Kaffee und der anschließenden Zigarette vor der Tür haben wir uns angeregt unterhalten. Ich freue mich schon auf die Buchmesse in Leipzig im März 2016 und ein hoffentlich gesundes Wiedersehen mit Anke und Wolfgang.

 

Es war kurz vor 11 Uhr, als ich mich in Halle 3.1 begebenhabe. Am Gemeinschaftstand unabhängiger Verlage (Standnummer J19) wollten sich sowohl Brighton-Autoren als auch Mitglieder der Mörderischen Schwestern treffen, deren gemeinsame Anthologie „Nix zu verlieren“ von Herausgeberin Manuela Wirtz in die erfahrenen Hände von Sonja Heckmann vom Brighton Verlag gelegt worden ist. Da hat meine Empfehlung doch tatsächlich geholfen. Als Erstes habe ich Stefanie Gregg aus München kennengelernt. Auch sie hatte sich an der Ausschreibung beteiligt. Natürlich waren wir beide sehr gespannt, ob wir es in das Buch geschafft haben. Aber das Geheimnis soll offiziell ja erst nach der Frankfurter Buchmesse gelüftet werden. Es war aber ein tolles Gefühl, bei der Manuskriptübergabe durch Manu Wirtz mit auf das Foto zu dürfen.


 


 

 


 


 


 


 

Sonja Heckmann und Ester Meinert vom Brighton Verlag haben im Vorfeld bereits tolle Arbeit geleistet, damit die Messe für alle vertretenen Brighton Autoren zu einem Erfolg wird. Tausende von Flyern sind gedruckt und verteilt worden und eine Messehostess ist sogar mit Büchern aus dem Verlag durch die Hallen gegangen, um einen noch größeren Anteil an Fachbesuchern auf die tollen Produkte aus dem Brighton Verlag aufmerksam zu machen. Natürlich sind alle Bücher rechtzeitig zu den Publikumstagen am Samstag und Sonntag zurück in die Regale gewandert.

 

Etwas später kam der Fotograf Christian Baltrusch zu uns an den Stand. Er hat von den Mörderischen Schwestern, die zum Stammtisch Unna gehören, bereits Porträtfotos gemacht und auch unsere Ladies Crime Night im Kühlschiff der Lindenbrauerei in Unna am 11. September 2015 fotografisch begleitet. Als er mir erzählte, er sei auf der Suche nach einem Verlag für ein Fotobuch, habe ich ihn eingeladen – natürlich nach vorheriger Rücksprache mit Frau Heckmann – am Freitag  Vormittag an den Stand zu kommen und persönlich mit Frau Heckmann auszuloten, ob ein solches Buch in das Programm des Brighton Verlags passen könnte.


 


 

 

Es war eine sehr lockere und heitere Atmosphäre und Christian hat uns auf dem Tablet eine Auswahl seiner wirklich exzellenten Fotos gezeigt. Jetzt muss er sich nur noch entscheiden, ob der den Weg der Veröffentlichung mit Brighton gehen möchte, denn Frau Heckmann hat ihm sofort zugesichert, ihm einen Vertragsentwurf zuzumailen, sobald die Messe vorbei ist. 


 


 

Später kam noch der Berliner Autor Filipp Friedrichs. Er hat die wunderbaren Kinderbücher rund um den Katzenbären Erfleberf geschrieben. Gemeinsam mit Sonja Heckmann, Ester Meinert, Filipp Friedrichs und Christian Baltrusch haben wirden Messestand dann eine Weile sich selbst überlassen, um bei Kaffee, Baguetteund Muffins noch ein wenig zu plaudern.

 

Nach diesen ereignisreichen Stunden habe ich mich dann auf den Rückweg gemacht. Ich schrieb am Anfang etwas über Dark Horror. Das ist die passende Umschreibung für meine Rückfahrt. Fünf Stunden, zahlreiche Unfälle und viele Staus später war ich dann aber wieder glücklich und heil zuhause und freue mich jetzt darauf, meine Neuerscheinungen am 29. Oktober 2015 der regionalen Presse in Werne zu präsentieren. Natürlich gibt es dann alle Bücher auch wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Werne vom 4.12. bis 13.12.2015 an der Bücherhütte direkt vor der Sparkassenbühne. Ich hoffe, wir sehen uns!


 


 


 


 

Die Buchmesse 2015 in Leipzig

 

Wie schnell ein Jahr vergeht, merkt man immer dann, wenn es schon wieder heißt: Wir fahren zur Buchmesse nach Leipzig. Auch booknews war wieder vor Ort und hat einige Messeimpressionen eingefangen.


 

Hier zunächst einmal die offiziellen Daten:

186.000 Besucher strömten auf das Leipziger Messegelände, das sind etwa 11.000 mehr als im letzten Jahr. Besonderer Besuchermagnet in diesem Jahr war der Messeschwerpunkt „1965 bis 2015: Deutschland – Israel“.Insgesamt referierten 40 Autoren beider Länder in 74 unterschiedlichenVeranstaltungen über das 50jährige Jubiläum der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen. 

Ein weiterer großer Erfolg war auch in diesem Jahr dasFestival „Leipzig liest“. An insgesamt 410 unterschiedlichen Orten in der Stadt präsentierten mehr als 3.000 Mitwirkende in 3.200 Veranstaltungen die Vielfalt und Lebendigkeit der Literatur. Die Manga-Comic-Convention konnte ebenfalls ein Besucherplus verzeichnen. Etwa 93.000 Besucher (Vorjahr 89.000) kamen in teilweise sehr aufwendig gestalteten Kostümen an die Stände der rund 284 Aussteller.

In den sehr stark besuchten Hallen gelang hin und wieder auch der Blick auf den ein oder anderen prominenten Messebesucher wie zum Beispiel SPD-Politiker Peer Steinbrück. Am Stand des Fernsehsenders 3SAT präsentierte er sein Buch „Vertagte Zukunft. Die selbstzufriedene Republik“. 

Viel Prominenz gab es an allen Tagen auch wieder in der LVZ-Autorenarena. Unter anderem stellte hier Volksmusikikone und Neu-Rocker Heino seine Autobiografie „Mein Weg“ vor.

Jeden Tag zwischen 11 und 12 Uhr gab es am Stand des Traumfänger Verlags in Halle 2 indianische Märchen und Zeichensprache. Kerstin Gröper, selbst Autorin zahlreicher historischer Indianerromane und sehr engagierte Unterstützerin der Szene, begeisterte Jung und Alt mit ihren Vorträgen.

Interessante Gespräche und Signierstunden an verschiedenen Verlagsständen wie zum Beispiel mit dem Geisterspiegel-Chefredakteur Wolfgang Brandt am Stand der Romantruhe machten den Besuch der Leipziger Buchmesse für booknews-Herausgeberin und Autorin Renate Behr zu einem persönlichen Highlight. So konnte sie am Stand von WIRmachenDRUCK ihre Freiexemplare der Anthologie „Angst“ entgegennehmen, in der sie mit dem Beitrag „Der Axtmörder von New Orleans“ zu den Gewinnern des diesjährigen Kurzgeschichtenwettbewerbs zählte.

Und hier noch ein paar Fotos und Impressionen von derLeipziger Buchmesse     


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 

Der Traumfänger Verlag auf der Buchmesse in Frankfurt 2014

"Man darf wieder Indianerbücher lesen!" Mit diesem Satz überreichte Autorin Kerstin Groeper auf der Frankfurter Buchmesse 2014 Informationsmaterial zu den Büchern des Verlags. Dieser Satz regt zum Schmunzeln an, aber leider versteckt sich dahinter auch eine Realität, die es einem Nischenverlag wie dem Traumfänger Verlag sehr schwer macht, deutschlandweit bekannt zu werden.

Nach wie vor herrscht die Meinung, Indianerbücher seien Kinder- und Jugendliteratur. Mit ausgezeichnet rezensierten historischen Romanen beweist die Autorin aus Hohenthann in Bayern jedoch, dass diese Meinung falsch ist. Besonders in ihrem aktuellen Roman "Der scharlachrote Pfad", der den letzten Widerstand der Lakota gegen die weißen Eindringlinge in den Jahren 1870 bis 1880 beschreibt, verbindet Kerstin Groeper geschickt authentische historische Persönlichkeiten und Ereignisse mit einer fiktiven Handlung und sehr viel Emotionalität. 

Kerstin Groeper, die ihre Liebe zur indianischen Geschichte, Kultur und Sprache lebt, hält in ganz Deutschland regelmäßig Referate und Seminare. Auf der Frankfurter Messe war sie in einer nach historischem Vorbild selbst genähten Indianertracht zu bewundern.

Immer bemüht um Authentizität und unterstützt durch persönliche Kontakte zu diversen Indianerstämmen in Nordamerika gelingt es den Autoren des Traumfänger Verlags, das Thema "Indianistik" in Romane umzusetzen, die fesselnder kaum sein könnten. Darum ist es dem Verlag auch ein besonderes Anliegen, indianische Autoren zu verlegen. 

Aufsehen erregend sind die Bücher:

Mitch Walking Elk Biografie, "There will be no surrender " (Ich werde mich nie ergeben)"

Ernie LaPointe, Urenkel von Sitting Bull

"Sitting Bull - Sein Leben und Vermächtnis"

Dallas Chief Eagle, Historischer Roman (deutsche Übersetzung Kerstin Groeper)

"Wintercount - Dämmerung über dem Land der Sioux" und

Mary Ceasar, Kunst und Lyrik

"My Healing Journey (Meine Reise zur Heilung)"

Auch ein Roman der Herausgeberin von booknews.info ist im Traumfänger Verlag erschienen.

Mit "Der Fluch von Fort Henry", erschienen unter dem Pseudonym Ronda Baker-Summer, legte Renate Behr bereits zur Buchmesse in Leipzig im Frühjahr 2014 einen Ethno-Thriller mit Rückblicken in die Vergangenheit der Ojibwe-Indianer im kanadischen Bundesstaat Ontario vor, der auch in Frankfurt wieder im Regal des Traumfänger Verlags präsent war.

Es bleibt zu hoffen, dass die Initiative des Verlags und besonders seiner großartigen Autorin Kerstin Groeper, die sich auch für soziale Projekte bei den nordamerikanischen Indianern stark machen, zu einem Prozess des Umdenkens bei den Buchhandlungen und vor allen Dingen bei den Lesern führen wird. Es gibt eigentlich keinen vernünftigen Grund, warum ein Leser, der durch das Lesen historischer Romane aus der Vergangenheit Europas bereit ist, sich auf andere Kulturen und vergangene Zeiten einzulassen, nicht auch historische Romane aus Nordamerika lieben sollte.

Deshalb legen wir auch den Lesern von booknews.info Kerstin Groepers Wahlspruch ans Herz:

Es dürfen wieder Indianerromane gelesen werden!


booknews.info auf der Leipziger Buchmesse 2014

       

Booknews.info war am Samstag, 15.3.2014 auf der Leipziger Buchmesse unterwegs. An den letzten beiden Messetagen sind erfahrungsgemäß immer viele Besucher anzutreffen. Dass die Messe in diesem Jahr mit einem absoluten Besucherrekord von mehr als 175.000 Gästen ihre Pforten schließen würde, zeichnete sich schon beim Besucherandrang am Samstagmorgen ab.

An manchen Ständen war kaum ein Durchkommen möglich.Erfreulich ist, dass auch in diesem Jahr wieder viele jugendliche Leser und Familien mit Kindern anzutreffen waren. Der Drang nach dem gedruckten Buch ist also ungebrochen, trotz der zahlreichen eBook- und Hörbuchangebote.

 

Ebenfalls sehr gut angenommen wurde in diesem Jahr wieder das Festivalprogramm von „Leipzig liest“. Etwa 237.000 Literaturfreunde lauschten den diversen Lesungen und Vorträgen auf der Messe und in der Stadt. Beim aufmerksamen Durchwandern der einzelnen Messehallen fiel die hohe Anzahl an kleinen Verlagen und die Anwesenheit von Nischenverlagen unter den mehr als 2.200 Ausstellern besonders ins Auge. An vielen Ständen gab es spontane Aktionen, die die Besucher zum Stehenbleiben anregten.

 

Ein besonders gutes Beispiel lieferte in Halle 4 der Traumfänger Verlag. Dieser Verlag ist spezialisiert auf Indianistik. Vom Ethnothriller über Kinderbücher bis zum historischen Roman drehte sich hier alles um die Indianer Nordamerikas. Zu Gast am Stand war unter anderem Mary Ceasar, eine Indianerin vom Stamm der Kaska aus dem Yukon in Kanada. Sie stellte ihr erstes Buch vor mit dem Titel „My Healing Journey“. Mary Ceasar ist eine Überlebende der „Residential School“ und das Buch zeigt in beeindruckender Weise, wie sehr diese Erfahrungen ihr Leben beeinflusst haben.  

 

Verlegerin und Autorin Kerstin Groeper lockte mit Trommeln und indianischen Gesängen immer wieder interessierte Besucher an den Stand. Kindern erzählte sie indianische Märchen und gab ihnen eine Einführung in die Zeichensprache der Indianer.  

 

Robert Billert, Sohn der Traumfänger-Autorin Brita Rose-Billert, griff immer wieder zur Gitarre und trug mit leiser und sehr eindringlicher Stimme Songs bekannter Interpreten vor. Manchmal gab es auch Duette mit Kerstin Groeper. Es war sicher nicht zuletzt diese einladende und stimmungsvolle Atmosphäre, die für hohes Interesse an den Büchern des Traumfänger Verlags sorgte. Die Tatsache, dass viele Autoren und Autorinnen desTraumfänger Verlags am Stand anzutreffen waren und Bücher signierten, war eines der Highlights für die Freunde der Indianerliteratur.

 

In den Literaturforen der Leipziger Buchmesse gab es im halbstündlichen Wechsel Lesungen, Vorträge und Veranstaltungen rund um das Buch. Interessierte Besucher hatten eine reichhaltige Auswahl und konnten so auch erlebnisreiche Ruhepausen vom Messetrubel genießen.

Eines ist heute schon klar: booknews.info wird sowohl auf der Frankfurter Buchmesse vom 8. bis 12. Oktober 2014 als auch im nächsten Jahr in Leipzig (12. bis 15. März 2015) wieder unterwegs sein, um die besonderen Momente der Buchmessen einzufangen.

   

Aus aktuellem Anlass

Den nachstehenden Text habe ich an auf meinen Blog veröffentlicht und die Informationen auch an diverse Zeitungsredaktionen geschickt. Ich denke, jeder Autor sollte sich die Mühe machen, ihn zu lesen und einen genaueren Blick auf seine Buchtitel werfen. Titelschutzansprüche kann man innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren geltend machen. Sollte also innerhalb dieses Zeitraums ein Buch von einem anderen Autor mit demselben Titel, den Sie verwendet haben, veröffentlicht werden, sollten Sie sich umgehend darum kümmern. Mir ist das passiert und in diesem Artikel lesen Sie, wie ich damit umgegangen bin.

 

Titelschutz: Was ist das und wie kann man sich erfolgreichgegen eine Titelschutzverletzung wehren?

Ausaktuellem Anlass möchte ich ein paar Worte zum Urheberrecht, insbesondere zum Titelschutz für Bücher schreiben. In Deutschland ist das Markenrecht als Bestandtteil des Urheberrechts dafür zuständig. Die §§ 5 und 15 desMarkenrechtes besagen, dass derjenige Autor einen automatischen Titelschutz genießt, der ein Buch erstmals unter einem bestimmten Titel veröffentlicht. Es müssen weitere Vorgaben erfüllt sein. So muss das Buch zum Beispiel durchgehend lieferbar und zumindest in der Deutschen Nationalbibliothek gelistet sein.Außerdem muss der Titel in der Liste verfügbarer Bücher aufzufinden sein. Soweit, so gut.

Den Verlagen und auch den Autoren stehen also genügend Medien zur Verfügung, um herauszufinden, ob der gewählte Buchtitel noch frei ist, oder ob er schon von einem anderen Autoren verwendet wurde. Was aber kann man tun, wenn trotzdem jemand den eigenen Titelschutz verletzt? Mir ist das Ende 2013 passiert. Durch Zufall wurde eine Mitarbeiterin meines Verlages darauf aufmerksam, dass es bei Amazon einen Kriminalroman  gibt, erschienen am 19.9.2013, der den Titel "Auf Herz und Nieren" trägt. Freunde der Werne-Krimi-Reihe wissen jetzt schon, was passiert ist.

"auf herz und nieren" heißt der dritte Teil der Werne-Krimi-Reihe.Erstmals veröffentlicht wurde das Buch noch im nicht mehr existenten Autorenfeder-Verlag in Meinerzhagen im Jahr 2010. Seitdem genieße ich auf den Titel den automatischen Titelschutz nach dem deutschen Urheberrecht. 2012 erschien "auf herz und nieren" als Neuauflage im Candela Verlag, der jetzigen Heimat der Werne-Krimis. Selbst dieses Erscheinungsdatum lag ein Jahr vor dem Roman, der im September in einem Kölner Verlag erschien.

Landläufig herrscht die Meinung, es sei schwierig, sich mit größeren Verlagenüber eine Urheberrechtsverletzung auseinanderzusetzen. Und so gestaltete sich auch der Anfang meiner Kommunikation mit dem Verlag etwas schwierig. Ich habe den Verlag angeschrieben, auf die Titelschutzverletzung aufmerksam gemacht und um geeignete Vorschläge gebeten, wie wir diese Situation lösen können.

Mir ist natürlich klar, dass es für einen Verlag einen erheblichen finanziellen und logistischen Aufwand bedeutet, einen bereits erschienenen Titel vom Markt zu nehmen. Das war auch gar nicht das, was ich erreichen wollte. Ich wollte, dass die Angelegenheit öffentlich gemacht wird, damit Leserinnen und Leser wissen, dass es zwei identische Titel, aber mit unterschiedlichen Inhalten gibt. Verwechselungsgefahr war ja auf jeden Fall gegeben. Beide Bücher sind Regionalkrimis und auch einige Schlagworte wie zum Beispiel fehlende Organe oder Obdachlose, die involviert sind, könnten die Irritationen noch erhöhen.

Das erste Anschreiben vom Verlag war sehr abwehrend. Man sei sich keiner Schuld bewusst, bei meinem Buch handele es sich ja nur um einen Untertitel. Ohne den Zusatz  "Kommissar Wischkamp" sei das Buch gar nicht zu finden und in der Liste verfügbarer Bücher würde es auch nicht auftauchen.

Diese Behauptungen stimmen alle nicht. Das konnte ich auch umgehend mit Fakten belegen. Der Verlag bot mir an, eine Anzeige im Börsenblatt beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu schalten, in dem er auf beide Bücher hinweisen wollte. Das aber war mir nicht genug. Dieses Börsenblatt lesen allenfalls Buchhändler, meine Leserinnen und Leser haben darauf aber gar keinen Zugriff.

Also machte ich einen Gegenvorschlag. Ich verlangte eine öffentliche Richtigstellung, die Erlaubnis, die Vorgänge im Internet zu posten und die Pressemitteilung auch auf meine Webseite www.werne-krimi.de zu setzen.

Es folgte ein persönliches Telefonat mit dem Verlagsinhaber. Dabei habe ich ihn darauf hingewiesen, dass mir bei kurzen Stichproben weitere, durch den Verlag nicht zu recht verwendete Titel, aufgefallen seien. Auch diese Aussage habe ich durch die entsprechenden Daten belegt. Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass der Verlag meinen Vorschlag einer öffentlichen Richtigstellung annehmen wird.

Den genauen Text der Pressemitteilung finden Sie auf www.werne-Krimi.de


Am Ende ein kleiner Tipp - sowohl für Autoren als auch für Verlage:
Titelrecherche ist wichtig, denn Urheberrechtsverletzungen verstoßen gegen das Deutsche Urheberrecht. Und es lohnt sich sehr wohl, sich auch mit den Größeren in der Branche anzulegen, um das eigene Recht durchzusetzen.

 

 

 

 

 

Informationen zum Projekt "Bücher für Nigeria"

Verantwortlich für dieses Projekt ist Herr Professor Dr. Björn Rothstein, Professor für Germanistische Linguistik und Sprachdidaktik am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität in Bochum.

 

Ziel des Projektes: Der Aufbau einer germanistischen Bibliothek an der Universität von Nsukka in Nigeria.

 

Gesucht werden deutschsprachige Bücher aller Art, vor allen Dingen aber Belletristik einschließlich Kinderbüchern, germanistische Fachliteratur und Literatur zur deutschen Landeskunde.  

 

Informationen zum Projekt "Bücher für Nigeria"

 

Die deutsche Sprache als Fremdsprache verliert immer mehr an Bedeutung. Das Auswärtige Amt hat statistisch ermittelt, dass die Zahl der Deutschlerner weltweit rückläufig ist. Der Grund hierfür liegt unter anderem darin, dass sich die meisten Bildungssystem auf "Englisch" als Fremdsprache konzentrieren. Ausführliche Informationen dazu gibt es auf:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/KulturDialog/Sprache/DeutscheSprache_node.html

 

Interessierte Leser finden Informationen zur allgemeinen Situation der Bildung in Nigeria ebenfalls auf der Hompage des Auswärtigen Amtes.

 

 

Für eine Kontaktaufnahme stehen Herr Professor Dr. Björn Rothstein und seine Mitarbeiter unter folgender E-Mail-Adresse zur Verfügung:

 

bibliothek-nsukka@ruhr-uni-bochum.de

 

Kleinere Buchspenden aus dem Raum Werne und Ascheberg können auch bei der Autorin Renate Behr in Herbern abgegeben werden. E-Mail für die Kontaktaufnahme:

 

behr-werne@t-online.de

 

Anmerkung der Redaktion: Es wird jedes Buch gebraucht. Helfen Sie bitte mit, dieses Projekt zu unterstützen und spenden Sie Bücher, die Sie nicht mehr brauchen!